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Gesundheitsversorgung, Entbindungsbegleitung und Notfallhilfe für die Bevölkerung in Kandiaré

Weit ab von Bamako hat das SOLISA Team Mali erste Baumaterialien nach Kandiaré in der Region Kayes unweit der mauretanischen Grenze transportiert und einen Grundstein gelegt.

Hier entsteht ein kleines Gesundheitszentrum für die sesshafte Landbevölkerung und die Nomaden.


In der Kommunalstadt Diema, die ca 30 km entfernt liegt, gibt es zwar eine Krankenstation. Der verantwortliche Arzt, der Bürgermeister, die Dorfältesten von Kanidaré, die Peulh Nomaden und maurische Flüchtlingsfamilien haben jedoch deutlich gemacht, dass sie in ihrer Gegend davon nicht profitieren, da sie aufgrund der Entfernung im Notfall nicht rechtzeitig nach Diema kommen können. Werdende Mütter entbinden häufig im Freien und ohne fachliche Unterstützung. Zu oft sterben Menschen an Krankheiten, die bei einem rechtzeitigen Einsatz von Medikamenten gut heilbar wären.
Die Region Kayes im Nordwesten Malis zählt zu den trockensten und ärmsten Regionen des Landes. In der Trockenzeit teilen sich Menschen und Tiere stehende Gewässer, vorhandene „Grundwasser-Brunnen“ versiegen, da sie nicht tief genug in die Erde reichen, um Zugang zu regenerativem Wasser zu ermöglichen. Regelmäßig leidet die Bevölkerung Kandiarés an Durst und erkrankt, weil sie Wasser aus dem stehenden Dorf-See trinken.

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SOLISA ONG und der SOLISA Freundeskreis e.V. Essen setzen hier mit ihrer Unterstützung an. Sie bauen ein Gesundheitszentrum und beauftragen ein geophysisches Gutachten zum Standort eines Brunnens mit Solarpumpe. Dieser bietet endlich Zugang zu regenerativem Wasser in ca 80 m Tiefe unter mehreren Gesteinsschichten und wird zu einer echten Überlebens-Perspektive für die Bevölkerung.
Der SOLISA Maurer Moussa Koulibaly und seine Mitarbeiter starten vor Ort, wenn die erste Ernte eingeholt ist. Jede Hand der Anwohner wird gebraucht, wenn die Gesundheitsstation und der Brunnen Anfang 2019 in Betrieb genommen werden soll. Gleichzeitig mit dem Bau beginnt SOLISA ONG mit der Bildung von Dorfkomitees. Ohne sie geht es nicht, denn sie müssen letztendlich die Bewirtschaftung der neuen Einrichtungen gewährleisten, das Budget verwalten und die Personalkosten tragen.
Die Dorfkomitees erhalten daher durch SOLISA ONG Schulungen in den Bereichen: Buchführung, Anlage von einem Budget, Abrechnungswesen und der Budgetverwaltung.
Schon jetzt ist für das Gesundheitszentrum die Stelle für eine Krankenschwester/Hebamme und einen Apothekenhelfer ausgeschrieben.

Das Projekt wird mit Eigenmitteln des SOLISA Freundeskreises und mit finanzieller Unterstützung durch das Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung umgesetzt.

Wir bedanken uns bei unseren Freunden und Förderern und bei der Firma Gathmann, Michaelis und Freunde.

 

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