KarteMaliRegionKoulikoro1200Im März 2018 öffnete das Gesundheitszentrum in Marakdougou Sirakoro in der Region Koulikoro seine Türen.

Das Dorf Marakadougou

Das Dorf Marakadougou Sirakoro liegt ca. 110 km nordwestlich der Hauptstadt Bamako. Das Dorf gehört zur ländlichen Gemeinde Daban und liegt im Bezirk Kati.

In Marakadougou Sirakoro leben 5.000 Einwohner. Weitere 5.000 Anwohner leben in acht kleineren Ortschaften/Campements: Sirakoro, Sirakoroni, Korokorodji, Bouadiébougou, Gouagnébougou, Tiessamabougou, Bananko, Kléban und Sikoroni, in unmittelbarer Nähe. Die Menschen gehören zur Bevölkerungsgruppe der Bamabara, Soninké und Maraka und leben von Ackerbau, von der Viehzucht und von dem Handel aus ihren Erträgen. Am Hauptweg direkt nach dem Ortseingang gibt es einige fest installierte Marktstände, regelmäßig findet hier ein gut besuchter Wochenmarkt statt. Ebenfalls am Hauptweg liegt die Schule, die das malische SOLISA Team schon 2007 mit unserem Freundeskreis bauen und in Betrieb nehmen konnte. In der Nähe der Schule ist ebenfalls ein Nähzentrum entstanden, das von den Frauen des Dorfes selbst betrieben und verwaltet wird.

 

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Die Anwohner des zentral gelegenen und lebhaften Ortes und der umliegenden Ortschaften haben insgesamt eine gut entwickelte Infrastruktur aber keinen Zugang zu medizinischer Versorgung im Umfeld und müssen im Notfall und zu Entbindungen in den 25 km entfernten Ort Daban. Die Anwohner sind durch die Entfernung zum nächsten kommunalen Gesundheitszentrum im Vergleich zu anderen Bevölkerungsgruppen der Region besonders benachteiligt. Generell ist die Region sehr trocken und es gibt keinen größeren Wasserlauf in der Nähe. Daher ist die Gegend, mehr als andere Regionen Malis, von der einsetzenden Regenzeit abhängig. In den Jahren 2005 und 2012 gab es eine extreme Dürre, von der die Bevölkerung im Gebiet um Daban besonders betroffen war. In der Regenzeit müssen Männer und Frauen, die arbeitsfähig sind, auf den Feldern arbeiten um eine ertragreiche Ernte zu erzielen. Sie verlassen in dieser Zeit die Ortschaft selten und sind daher besonders auf eine lokale gesundheitliche Basisversorgung angewiesen. Verbreitete Krankheiten wie Malaria, Durchfall-Erkrankungen, Kinderkrankheiten sowie Schwächesituationen älterer und schwangerer Personen, die bei frühzeitiger Behandlung erfolgreich geheilt werden könnten, stellen somit eine akute Lebensbedrohung dar.

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Endlich medizinische Versorgung und Beratung vor Ort

10.000 Menschen können sich im Notfall nun behandeln lassen ohne den mühsamen Weg in die 25 km entfernte Stadt Daban zu Fuß bewältigen zu müssen. Im Zentrum von Marakadougou Sirakoro ist ein Gebäude mit einem Behandlungszimmer, einem Entbindungsraum zwei Krankenzimmern und einer kleinen Apotheke entstanden. Nebenan liegen die neue Toilettenanlage und ein Wohnhaus für das Personal. Die Krankenschwester FatouKonaré und der Apotheker Modibo Niare haben ihre Arbeit aufgenommen und hatten gleich alle Hände voll zu tun.

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In den ersten drei Monaten nach Inbetriebnahme gab es bereits 89 Entbindungen unter der qualifizierten Begleitung von Frau Konaré. Krankheiten wie Malaria und Typhus, die einen unmittelbaren Einsatz von Medikamenten erfordern, wurden zum Zeitpunkt Ende September 2018 bereits 123mal erfolgreich behandelt. Zudem konnte eine erste Impfkampagne in Kooperation mit der kommunalen Krankenstation in der neuen Gesundheitsstation durchgeführt werden. Auch die Beratung zur Familienplanung ist mit bisher drei Beratungen (Stand Ende Juni 2018) gestartet.Es dauert hier aber erfahrungsgemäß einige Zeit bis das Angebot angenommen wird.

Sauberes Trinkwasser

Ergänzend zur Gesundheitsstation konnte unser Partner SOLISA ONG noch einen Brunnen mit Solarpumpe bauen. Somit ist auch die Versorgung mit sauberem Trinkwasser für die ländliche Bevölkerung gewährleistet. Der Brunnen bildet einen weiteren Beitrag zur Verbesserung der allgemeinen Gesundheitsversorgung. Die durch verunreinigtes Trinkwasser bedingten Krankheiten können nun vermieden werden.
Gewählte Anwohner haben ihre Arbeit in einem Gesundheits- und einem Wasserkomitee aufgenommen. Sie gewährleisten die zweckentsprechende Nutzung der neuen Einrichtungen und motivieren die Bevölkerung zur Inanspruchnahme der neuen Einrichtungen. Darüber hinaus verwaltet ein Dorfkomitee die Einnahmen, ohne die eine Bewirtschaftung vom Brunnen und der Gesundheitsstation nicht möglich wäre.

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Wir bedanken uns bei der Firma Gathmann, Michaelis und Freunde aus Essen, bei 2plus2 Kommunkation für die Bilddokumentation, bei den privaten Spendern und Spenderinnen und dem BMZ, die das Projekt unterstützt haben.

 

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